Atala Schöck

"Auch Atala Schöck […] konnte als eindrucksvolle Sängerdarstellerin überzeugen. Ihre Fricka war eine selbstbewusste, realistisch hellsichtige Frau, ihrem Gatten vollständig auf Augenhöhe, sodass in dieser Szene nicht gekeifte Vorwürfe, sondern kluge Argumente im Vordergrund standen. Wieder gehörte sie zu den Solisten, bei denen klares Wortverständnis auffiel; zudem zeichnete ihre Stimme in hohem Maße Wohlklang und Fülle aus.“

Atala Schöck absolvierte ihr Studium an der Liszt Ferenc Academy of Music in Budapest. Sie nahm an zahlreichen Wettbewerben und Meisterkursen teil, wie zum Beispiel bei Julia Hamari, Adrienne Csengery, Anna Reynolds, Walther Berry und Walter Moore, und gewann den Ersten Preis der József Simándy Singing Competition und den Dritten Preis der Singing Competition of Hungarian Radio. Die ungarische Mezzosopranistin erhielt 2017 außerdem den Franz Liszt Preis für Ihre außergewöhnlichen Verdienste und wurde zur Kammersängerin der Staatsoper Budapest ernannt.

Als Gast ist sie an Opernhäusern wie der Oper Frankfurt, der Semperoper Dresden, der National Opera Prague, der Janacek Opera Brno, der Hungarian State Opera in Budapest, des Théatre de la Monnaie in Brussels, des Teatro de la Maestranza Sevilla, des Teatro Reggio Torino, sowie der Opéra National de Paris. Außerdem ist die regelmäßig bei den Wagnertagen in der Müpa Budapest zu erleben, unter anderem als 3. Blume, Flosshilde, Rossweiße und als Fricka. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie den 2. Knappen und die 3. Blume. 2012 gab sie beim Festival in St. Gallen in Debüt als Marguerite (La Damnation de Faust). Ihr Repertoire umfasst neben diesen Rollen auch Cherubino (Le nozze di Figaro), Dorabella (Cosí fan tutte), Sextus (La clemenza di Tito), Ascanio (Ascanio in Alba), Nicklausse (Les contes d’Hoffmann), Örzse (Háry János), Hausfrau (Spinnstube), Carmen (Carmen), Pauline (Pique-Dame), Charlotte (Werther) und die Mutter (Hänsel und Gretel).

In der Saison 2017/2018 ist Atala Schöck unter anderem in der Titelrolle der Carmen in Brno, als Getrud in der Neuproduktion von 'Hänsel und Gretel' an der Ungarischen Staatsoper und als Nettie Fowler in der Neuproduktion von 'Carousel' an der Volksoper Wien zu erleben. Im Juni kehrt sie als Brangäne für die Wagnertage 2018 nach Budapest zurück. In 2018/19 gibt sie ihr Debüt als Judith in der Neuinszenierung von 'Herzog Blaubarts Burg' am Teatro Massimo di Palermo.

Atala Schöck arbeitete mit namhaften Dirigenten, wie Pierre Boulez, Adam Fischer, Ivan Fischer, Zoltan Kocsis, Philip Monteuil, Philippe Jordan, Kyrill Petrenko, Andriy Jurkevich, Pedro Halffter, Helmuth Rilling, Alessandro de Marchi, Pinchas Steinberg, Günter Neuhold, Michel Plasson, Paolo Carigniani, Daniele Gatti und Michel Swierczewski, sowie berühmten Regisseuren, wie Calixto Bieito, Company El Fura dels Baus, Christoph Schlingensief, Keith Warren, Hartmuth Schörghofer, Balazs Kovalik, Günther Kramer, Ondrej Havelka, Carlos Wagner, William Kentridge and the Handspring Puppet Company, Karl Ernst und Ursel Hermann, zusammen.

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