Hiroshi Matsui

„Größten Respekt verdiente an diesem Abend – und das nicht zum ersten Mal – Hiroshi Matsui in der Rolle des Gurnemanz. Darstellerisch völlig in der Rolle aufgehend, bot er sängerisch eine wahre Meisterleistung. Mit beeindruckender Sorgfalt und Disziplin interpretierte er die sehr umfangreiche Bass-Partie bis ins kleinste Detail elaboriert und mit großem musikalischen Verstand. Matsui ist als festes Mitglied des Hauses ein unschätzbarer Gewinn und übertraf sich hier erneut selbst.“

Hiroshi Matsui studierte Gesang an der Universität der Künste Berlin und hatte Festengagements am Theater Würzburg und Staatstheater Darmstadt. Gastengagements führten den japanischen Bass außerdem nach Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich und in die Schweiz. Im Oktober 2002 sang er im großen Festspielhaus in Salzburg den König Marke (Tristan und Isolde) unter der musikalischen Leitung von Leopold Hager und in der Regie von Christian Pöppelreiter.

De japanische Bass ist ständiger Gast am New National Theatre in Tokyo, wo er u.a. Daland (Der fliegende Holländer), Bartolo (Le nozze di Figaro), Padre Giordano (La forza del destino), Lodovico (Otello) und 2016 Colline (La Bohème) verkörperte. Sein Repertoire umfasst darüber hinaus u.a. Sarastro, König Philipp,  Timur, Raimondo, Rocco und Fürst Gremin. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Matsui u.a. mit Dirigenten wie Leopold Hager, Ralf Weikert, Hans Drewanz, Ulf Schirmer, Michael Boder, Marc Albrecht, Kazushi Ono und Ryusuke Numajiri zusammen. 

Hiroshi Matsui ist derzeit erster Bass im Ensemble des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken, wo er sich alle großen Rollen seines Faches erarbeitete und mit außergewöhnlichem Erfolg auf die Bühne brachte. So gab er dort sein gefeiertes Debüt als Gurnemanz (Parsifal), sang Komtur, den Wassermann (Rusalka), Tom (Un ballo in maschera), Sparafucile, Cesare Angelotti, Eremit, Don Basilio (Il barbiere di Siviglia), Fiesco, Landgraf und Gessler (Giullaume Tell). In der Spielzeit 2018/19 folgen Grenvil und Zaccaria.

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