Sebastian Pilgrim

„Dem König Marke gab Sebastian Pilgrim seine ganze Autorität und die Wucht seines voluminösen Basses. Stimmlich blieb er seiner Partie nichts schuldig und begeisterte durch große Autorität in Stimme und Spiel. Vorbildlich seine dynamische Bandbreite und seine Textgestaltung. Pilgrim zeigte äußerst eindrucksvoll, wie stark diese Komposition wirken kann, wenn passende Stimmgröße und gestalterische Intelligenz aufeinander treffen. Mit jeder Silbe seines wissenden Gesangs veränderte sich die Atmosphäre der Vorstellung. Plötzlich war ein gestaltender Mittelpunkt erlebbar. Ein großartig gesungenes und gestaltetes Rollenportrait!“

Nicht nur sein unter die Haut gehender Hagen sondern auch sein fulminantes Rollendebüt als König Marke in der Neuinszenierung von ‚Tristan und Isolde‘ in Leipzig zeigt, dass dieser junge schwarze Bass, auf dem Weg zur Weltkarriere ist. Gespannt kann man auf sein Debüt als La Roche (‚Capriccio‘) und dem Höhepunkt dieser Spielzeit in Leipzig, sein Debüt als Gurnemanz, im Frühjahr sein. Der junge Sänger debütierte bereits im Sommer 2016 mit großem Erfolg am Nationaltheater Mannheim den Hagen (‚Götterdämmerung‘). Im Juni 2017 folgte sein Debüt als Hunding bei den Wagner-Tagen in Budapest unter der Leitung von Adam Fischer. 2017/18 kamen seine Debüts als Rocco in der Neuproduktion von ‚Fidelio‘ in Mannheim und als König Karl in Schuberts ‚Fierrabras‘ an der Mailänder Scala hinzu. Ab der Spielzeit 2018/19 ist er Mitglied im Ensemble der Oper Leipzig, wo er u. a. Partien wie den Großinquisitor (‚Don Carlo‘), Landgraf (‚Tannhäuser‘), Eremit (‚Der Freischütz‘), Kezal (‚Die verkaufte Braut‘), Fasolt und Hagen auf die Bühne bringt. Im Frühjahr 2019 wurde er wieder an die Mailänder Scala eingeladen, Im Herbst folgt ein weiteres Rollendebüt an der Oper Leipzig: König Heinrich in ‚Lohengrin‘ in der Neuinszenierung von Katharina Wagner. Dann hat der 34-jährige Ausnahmebass alle großen Wagner-Rollen bis auf Daland in seinem Repertoire. 

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