Sayaka Shigeshima

„Sayaka Shigeshima als Cherubino vereint grazile Gestalt und einen wuchtigen Mezzo, mit dem sie in der Kanzone recht kräftige Saiten aufzieht und Sanftmut als Verführungsstrategie Lügen straft. Im androgynen Aufputz und schwarzer Damen-Frisur will sich Cherubino gar nicht vor weiblichen Angeboten oder männlichen Übergriffen retten. Letztere geschehen natürlich nur in Unkenntnis von Cherubinos wahrem Geschlecht, über das man hier stellenweise sogar ins Grübeln kommt.“

Die japanische Mezzosopranistin Sayaka Shigeshima wurde direkt nach ihrem Studium an der HMT München ins Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar aufgenommen. Sie hat eine echte Alt-Tiefe, die es ihr ermöglicht neben Rollen wie Annina, Octavian, Prinz Orlovsky, Charlotte, Marcellina, Marguerite, Mrs. Quickly, Flora, Olga und Suzuki auch eine beeindruckende Erda zu singen. Im April 2018 gab sie in Weimar ihr Debüt als Venus in ‚Tannhäuser‘ und zeigte damit, dass sie auch das dramatische Fach mühelos für sich erobern kann. Mit jubelnder Höhe, satter Mittellage und beeindruckender Tiefe bewältigte sie diese Partie der Venus bravourös: „…Sayaka Shigeshima als Venus überzeugte mit ihrer kultivierten, trotz dieser heiklen und leicht hysterischen Partie nie schrillen Stimme.“

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